14.04.2024
Publikation: Weltwoche
Fluch und Segen des Hauses Agnelli
Margherita de Pahlen, die Tochter von Gianni Agnelli, lebt zurรผckgezogen in der Schweiz. Gegen die grosse Familie klagt sie seit Jahren. Es geht um das sagenhafte Erbe ihres Vaters. Und um mehr.
agnelli
Bild: Unglaublich komplizierte Familie: Agnelli, mit Gianni, Margherita, Edoardo, Marella (v. l.) und Kindern, 1986.

Als Margherita einen Anruf bekam von einem hohen Mitarbeiter ihres vor wenigen Tagen verstorbenen Vaters Gianni, soll sie am Telefon gesagt haben: ยซEinverstanden, aber ich werde nichts unterschreiben.ยป Obwohl sie eigentlich nicht einverstanden gewesen sei โ€“ der Anrufer, Franzo Grande Stevens, oberster Rechtsberater von Gianni Agnelli und einer der angesehensten Anwaฬˆlte Italiens, teilte ihr naฬˆmlich mit, dass das Testament ihres Vaters bereits geoฬˆffnet und verlesen worden sei. Ohne sie. Weil es sie nicht gebraucht habe. Nun wuฬˆrden die Vertrauten des Verstorbenen und die Witwe sowie der aฬˆlteste Enkel, Margheritas erstgeborener Sohn also, sie gerne im Buฬˆro eines Turiner Notars empfangen und in den letzten Willen ihres Vaters einfuฬˆhren. Worauf sie entgegnete: ยซEinverstanden, aber ich werde nichts unterschreiben.ยป

Ein Jahr spaฬˆter, 2004, hatte sie viele Papiere unterschrieben. Und ihr Einverstaฬˆndnis mit einer Erbteilung erklaฬˆrt, mit der sie eigentlich nicht einverstanden gewesen sei, sagte sie danach (etwa in einem Artikel fuฬˆr Vanity Fair, aus dem hier Saฬˆtze wiedergegeben werden). In der Folge klagte sie zuerst gegen die drei wichtigsten Angestellten ihres Vaters, des mit 81 an Prostatakrebs verstorbenen obersten Fiat-Chefs. In den kommenden Jahren reichte sie weitere Klagen ein gegen ihre Mutter und ihre drei Kinder.

Privilegiert, aber nicht sorgenfrei
Zwanzig Jahre spaฬˆter, in der Gegenwart somit, steckt sie noch immer tief in Rechtshaฬˆndeln mit ihren beiden Soฬˆhnen und der Tochter aus erster Ehe (ihre Mutter Marella Agnelli starb 2019, mit 91). Mit anderen Worten: Margherita streitet seit langem, sehr langem gegen ihre Familie. Der Fall ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer unuฬˆbersichtlicher geworden. Man darf ihn mittlerweile als unglaublich kompliziert beschreiben.

Oder, und das ist der andere Blick, die Geschichte war von Anfang an ganz einfach: Es geht um Geld, viel Geld, klar. Aber auch um mehr. Es geht auch um Anerkennung beziehungsweise das Fehlen dieser. Um Respekt, Zugehoฬˆrigkeit, Beheimatung und Liebe. Immaterielle Werte, die man gemeinhin mit dem Begriff ยซFamilieยป verbindet. Die aber in vielen, besonders wichtigen, reichen Familien kaum vorhanden respektive ungleich verteilt sind.

ยซAber ich werde nichts unterschreibenยป: Fiat-Erbin Margheria de Pahlen, 2007.

Margherita kam am 26. Oktober 1955 in Lausanne zur Welt, knapp sechzehn Monate nach ihrem Bruder, Edoardo, dem ersten Kind von Giovanni ยซGianniยป Agnelli und seiner Frau Marella Caracciolo di Castagneto. Der Vater war der wohl einflussreichste italienische Industrielle der zweiten Haฬˆlfte des 20. Jahrhunderts, von vielen als ยซder wahre Koฬˆnig Italiens betrachtetยป, steht bei Wikipedia.

Die Mutter stammte aus der alten neapolitanischen Adelsfamilie Caracciolo und fotografierte fuฬˆr die Vogue. Die Voraussetzungen von Margherita und Edoardo fuฬˆr ein privilegiertes, sorgenfreies Leben haฬˆtten besser kaum sein koฬˆnnen. Privilegiert waren die Geschwister, zweifelsohne, als sorgenfrei aber kann man sie kaum bezeichnen. Margherita, heute 68, ist immerhin noch am Leben. Edoardo beendete seines an einem Novembermorgen im Jahr 2000, der damals 46-Jaฬˆhrige sprang von dem siebzig Meter hohen Autobahnstuฬˆck bei Turin mit Uฬˆbernamen ยซSelbstmoฬˆrderbruฬˆckeยป, kopfvoran angeblich.

Die Graฬˆfin zeigte Haltung, uฬˆbersah seine Geliebten oder gab sich philosophisch.

Als Margherita ein junges Maฬˆdchen war, waren die ausserehelichen Affaฬˆren ihres Vaters das Stadtgespraฬˆch โ€“ weltweit. Weil die Namen der paramours manchmal aฬˆhnlich bekannt waren wie sein Name: Jacqueline Kennedy und verschiedene Schauspielerinnen, Anita Ekberg oder Silvia Monti. Maฬˆnner wie ihn und seine Freunde, darunter Gunter Sachs sowie Porfirio Rubirosa, nannte man Playboys, ihre Seitenspruฬˆnge wurden in englischsprachigen Zeitungen als sexual wanderlust beschrieben und in den hoฬˆheren Kreisen als Kavalierskollateralschaฬˆden kleingeredet; Agnelli habe Bulgari, den Juwelier aus Rom, im Geschaฬˆft gehalten, erzaฬˆhlte man etwa, weil er seiner Frau jedes Mal, wenn ein weiteres Fremdgehen aufgeflogen war, ein kostbareres Schmuckstuฬˆck zur Entschuldigung geschenkt habe.

Ein Papa wie Caligula
Die Graฬˆfin zeigte Haltung, stood by her man, uฬˆbersah seine Geliebten oder gab sich philosophisch: ยซGianni erkennt Frauen nicht als liebenswert, fuฬˆr ihn sind sie zum Erobern daยป, sagte sie einem Biografen. Dafuฬˆr sass die noble Marella, ein ehemaliges Mannequin, waฬˆhrend Familienfesten zuoberst am langen Tisch unter Baฬˆumen in Villengaฬˆrten auf Capri, daneben ihr Mann, genannt ยซLโ€™Avvocatoยป, der zwar studierter Jurist, aber nicht Anwalt war, sowie eine Schar vornehmer Verwandter und ihre schoฬˆnen Kinder.

Stadtgespraฬˆch weltweit: Gianni Agnelli mit Jackie Kennedy.

Unter Agnelli, dem Loฬˆwen des italienischen Wirtschaftswunders, entwickelte sich nicht bloss das Unternehmen Fiat, das mehrheitlich der Familie gehoฬˆrte, zu einem der groฬˆssten Autohersteller Europas (und sein Fussballklub Juventus Turin zu einer der erfolgreichsten Mannschaften des Landes), in der Zeit seines Einflusses wuchs auch Italien zur fuฬˆnftstaฬˆrksten Volkswirtschaft der Welt heran. Was wiederum Giannis Bedeutung als ยซMacht-, Beziehungs- und Stil- Kolossยป (Vanity Fair) festigte.

Seinen Sohn Edoardo โ€“ der auf Bildern neben dem Vater immer ein wenig geknickt, ja gequaฬˆlt aussieht โ€“ habe er zu keiner Zeit fuฬˆr eine hoฬˆhere Stellung im Familienunternehmen in Erwaฬˆgung gezogen, ganz zu schweigen davon, ihn als moฬˆglichen Nachfolger aufzubauen, sind sich die Agnelli-Lebensgeschichtenautoren einig. Der Junge war ein Linker, verglich seinen Alten mit Caligula, verfiel mehr und mehr dem Heroin und trat zum Islam uฬˆber. Es ist schwer zu sagen, welcher Umstand beziehungsweise welche Tat den ยซAvvocatoยป am meisten abstiess. Genauso schwer wie zu erkennen, ob Edoardos Lebensentwurf und die Ablehnung von allem, wofuฬˆr sein Vater stand, inklusive seines Anteils am Vermoฬˆgen, auf den er verzichtete, Ursache oder Wirkung des schlechten Verhaฬˆltnisses der beiden waren.

Im privaten Leben als kalt geltend: Gianni mit Frau und den beiden Kindern.

Gemessen daran war die Tochter pflegeleicht, ihr Austausch mit dem im privaten Leben als kalt geltenden Vater angenehm. Als junge Erwachsene sei sie freundlich und zugaฬˆnglich gewesen, sagt
ein Verwandter uฬˆber Margherita, wenn auch sie eine leicht rebellische Seite gehabt habe. Diese habe aber darin gegipfelt, dass sie sich fuฬˆr die damals aufkommende New-Age-Bewegung, fuฬˆr Meditation und Erkenntnisse fernoฬˆstlicher Kultur interessierte. Einmal habe sie sich den Kopf rasieren lassen, um den Koloss zu reizen. Doch dieser sei ruhig geblieben, stufengerecht, habe bloss gesagt, falls sie meine, die Glatze beeindrucke ihn, liege sie falsch. Das Laisser-faire des Vaters gegenuฬˆber dem Aufbegehren der Tochter kann als Groฬˆsse verstanden werden. Oder als mangelnde Empathie, schliesslich war Margherita bloss ein Maฬˆdchen, und einem solchen riet man chez Agnelli: ยซMach dir keine Sorgen, Kleines, mal ruhig weiter, alles ist gut in deinem Lebenยป (Margherita Agnelli wird alsยซMutter, Kuฬˆnstlerin, Lehrerin, Dichterin und Amateurpsychologinยป beschrieben).

Was in dieser Aufzaฬˆhlung fehlt: ยซErbin und Milliardaฬˆrinยป. Die Papiere, die sie vor 21 Jahren nicht unterschreiben wollte und die den letzten Willen ihres Vaters verkuฬˆndeten, brachten sie in den Besitz von, zur Hauptsache, mehreren Familienanwesen, darunter einer Villa auf dem hoฬˆchsten Huฬˆgel Roms neben dem Praฬˆsidentenpalast, einem LandhausmitdenFamiliengraฬˆbern in der Parkanlage, dem vaฬˆterlichen Gut uฬˆber Turin, seinem Sommerhaus auf Korsika sowie einem Palais in Paris. Weiter einen Teil der elterlichen Kunstsammlung mit Werken von Francis Bacon, Gustav Klimt, Paul Klee, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Balthus und Egon Schiele, die bereits vor fuฬˆnfzehn Jahren auf eine Milliarde geschaฬˆtzt wurden, plus fluฬˆssige Mittel im Wert von damals 300 Millionen Dollar (inklusive so etwas wie der Portokasse des Alten mit einem Saldo von sechs Millionen). In der aktuellen Reichstenliste der Bilanz wird das Vermoฬˆgen von Margherita Agnelli, die im Kanton Waadt lebt, auf 2 bis 2,5 Milliarden Franken geschaฬˆtzt.

Alles โ€“ ausser einer Aufgabe
Und dennoch streitet sie seit mehr als zwanzig Jahren gegen die eigene Familie um ihren Anteil am vaฬˆterlichen Vermoฬˆgen โ€“ reichte sogar eine Klage ein? Falsch. Sie reichte nicht eine Klage ein โ€“ sondern viele Klagen. So weit, so schwer nachvollziehbar.

Margherita war ihr ganzes Leben lang reich, respektive wuchs in unfassbar reichen Verhaฬˆltnissen auf, in den uฬˆber die Welt verstreuten Villen ihres Vaters, wenn sie nicht gerade in den teuersten Internaten untergebracht war. Es fehlte ihr an nichts. Ausser an einer Aufgabe, die ihr zu Beachtung, Anerkennung und, letztlich, Freiheit verhelfen koฬˆnnte. Was tut man, wenn man die einzige Tochter von Gianni Agnelli ist und auf der Suche nach einem eigenen Leben beziehungsweise dem Sinn darin? Man heiratet. Mit neunzehn wurde sie die Frau des damals 25-jaฬˆhrigen Alain Elkann, eines gutaussehenden amerikanisch-italienisch-franzoฬˆsischen Journalisten und Buchautors, dessen Vater ebenfalls ein Industrieller war sowie hohe Posten der juฬˆdischen Gemeinde von Paris innehatte. Kennengelernt hatte ihn die katholische Agnelli-Tochter, nachdem einer der consiglieri, Ratgeber ihres Vaters, den jungen Elkann in die Familienfirma geholt hatte. Das Paar liess sich nach sechs Jahren, 1981, scheiden, der kurzen Ehe entstammen aber immerhin drei Kinder: John, geboren 1976, Lapo, 1977, und Ginevra, mit Jahrgang 1979 die Juฬˆngste, mit Nachnamen allesamt Elkann.

Margheritas Wunsch, Licht in den Kassenschrank ihres Vaters zu lassen, war nachvollziehbar.

1978, nach drei Ehejahren, war die junge Familie nach London gezogen. Wo Margherita als Kunstlehrerin in einem alternativen Kindergarten arbeitete, den auch ihre Kinder besuchten. Und sie auf ihren naฬˆchsten Mann traf, Graf Serge de Pahlen, Exilrusse, geboren in Paris, Nachfahr eines deutsch- baltischen Adelsgeschlechts, der an der ETH in Zuฬˆrich Ingenieurwissenschaften studiert hatte (zudem der Bruder der Betreiberin des Kindergartens ist, in dem Margherita unterrichtete). Mit ihm ist sie bis heute verheiratet. Das Paar lebt in Allaman, Kanton Waadt, und hat fuฬˆnf gemeinsame Kinder โ€“ was Margherita somit zur Mutter von acht Kindern im Ganzen macht.

Gatte auf der langen Lohnliste
Nach der zweiten Eheschliessung trat sie zum orthodoxen Glauben ihres Mannes uฬˆber. Was im Hause Agnelli wahrscheinlich als das kleinere Uฬˆbel angesehen worden war โ€“ immerhin blieb sie Christin โ€“, als wenn sie zur Juฬˆdin konvertiert waฬˆre in den Jahren, als sie mit ihrem ersten Mann zusammen war. Doch auch dieser Entscheid bereitete ihren Eltern und Verwandten wohl wenig Freude. Wenigstens lebte Margherita, obwohl stark engagiert fuฬˆr die neue Familie mit Mann und fuฬˆnf gemeinsamen Kindern, einigermassen friedlich neben der alten grossen Familie inklusive ihrer drei Kinder aus erster Ehe, die mal bei ihr, mal beim Vater waren, meist aber ebenso in Internate versorgt wurden, wie dies bei ihr der Fall gewesen war.

Sinnsuche: Margherita mit Ehemann Elkann, 1975.

Und Gatte Serge stand weiter auf der langen Lohnliste ihres Vaters, er arbeitete fuฬˆr Fiat, obwohl Margheritas Apanage gereicht haฬˆtte, dass er sich schon viel fruฬˆher seiner Berufung haฬˆtte hingegeben koฬˆnnen: Buฬˆchern respektive dem Verlegen solcher. Er gruฬˆndete 1999 die Editions des Syrtes, einen ยซkleinen, aber feinen Verlag fuฬˆr russische Literaturยป (Die Weltwoche) in Genf; in den Augen anderer Journalisten sind die Editions des Syrtes eher Tarnung, in den Tamedia- Zeitungen stand vor zwei Jahren, de Pahlen sei ยซPutins Vertrauensmann am Genferseeยป und er habe dem russischen Praฬˆsidenten etwa einst in einem Pariser Restaurant geraten, dreissig Jahre lang zu herrschen, genauso wie Katharina die Grosse. Die Schlussfolgerung fusst mehrheitlich auf Stellen im Buch ยซPutins Netzยป der britischen Journalistin Catherine Belton, die de Pahlen als Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes zu Sowjetzeiten beschrieb. Er war zwar immer gegen die Kommunisten gewesen, hatte aber tatsaฬˆchlich eine Zeitlang in der damaligen Sowjetunion gelebt. Und im Herbst 2014 unterzeichnete er einen Aufruf ยซgegen die programmierte Vernichtung der Bevoฬˆlkerung im Donbass durch die ukrainische Regierungยป und deren ยซMilizen, die sich mit Nazisymbolen schmuฬˆckenยป (Quelle: Weltwoche).

Und mit Ehemann de Pahlen, 2004.

Margherita mag vieles sein, eine politisch Bewegte war sie aber kaum. Was man dagegen schreiben darf: Im mittleren Alter, sie war 47, als ihr Vater starb, entdeckte sie ihre aktivistische Seite. Jedenfalls was die Familienverhaฬˆltnisse beziehungsweise die Maฬˆnner betrifft, die sich um die Familienfirmen und das Vermoฬˆgen kuฬˆmmerten. Anfaฬˆnglich soll sie, nachdem Gianni Agnellis Testament ohne sie verlesen worden war, von seinen consiglieri nur Auskuฬˆnfte verlangt haben. Sie wollte bloss eine Abbildung der wirtschaftlichen Lage des Verstorbenen, eine Liste seiner privaten Besitztuฬˆmer sowie geschaฬˆftlicher Beteiligungen sehen.

Die Worte ยซnurยป und ยซblossยป sind in diesem Zusammenhang Understatements, einverstanden. Der private Reichtum des ยซAvvocatoยป war verteilt uฬˆber die ganze Welt (oder jedenfalls die schoฬˆnen Teile davon, le beau monde). Und seine Beteiligungen waren undurchsichtig โ€“ seine Firma Dicembre kontrollierte die Giovanni Agnelli & Kompanie, die wiederum die Holding- gesellschaft IFI kontrollierte, die die Holdinggesellschaft IFIL kontrollierte, die unter anderem 30 Prozent an der Fiat-Gruppe hielt plus reichlich Aktien des Fussballklubs Juventus, der Intesa Sanpaolo (groฬˆsste Kreditbank Italiens) sowie von amerikanischen Immobilien- unternehmen und so weiter und so fort.

Was sind die Gruฬˆnde fuฬˆr ein solches blickdichtes Gebilde, das Franzo Grande Stevens und andere Ratgeber im Auftrag des Fiat-Chefs und Kolosses gebaut hatten? Genau das โ€“ das Vermoฬˆgen vor Blicken von Neugierigen zu schuฬˆtzen und, in der Folge, vor dem Zugriff darauf. Egal, ob es sich bei den Neugierigen (und vielleicht auch Gierigen) um Lebensfreunde, Geschaฬˆftsfeinde, die Steuerbehoฬˆrde oder Familienmitglieder handelt.

Tektonische Plattenverschiebung
So besehen, war Margheritas Wunsch, den Sichtschutz einzureissen und Licht in den Kassenschrank ihres Vaters zu lassen, nachvollziehbar. Fuฬˆr Aussenstehende jedenfalls. Nicht aber fuฬˆr Mitglieder des inneren Kreises, ihre Mutter Marella und Margheritas drei Kinder aus der ersten Ehe sowie die consiglieri. Weshalb Grande Stevens und Gianluigi Gabetti, langjaฬˆhriger hoher Kadermann und Freund des Alten, handelten.

Sie findet, die Abfindung im Wert von rund 1,2 Milliarden sei zu niedrig.

Aber nicht so, wie Margherita es wuฬˆnschte โ€“ sie beschaฬˆftigten sich nicht mit einem Vermoฬˆgensverzeichnis, sondern schufen frische Fak- ten: Giannis Witwe Marella und seine Tochter Margherita hatten je 37,5Prozent an Dicembre, der Firma, in der die Agnelli-Firmen verpackt sind, gehalten. Und John, Margheritas Aฬˆltester plus Giannis Enkel, 25 Prozent. Doch neu brachte er es
auf 62,5 Prozent der Stimmen und konnte somit bei Dicembre entscheiden. Weil ihm die Grossmutter ihre Anteile uฬˆbertragen hatte. Und zwar ohne ihre Tochter dies wissen zu lassen. Als Margherita von dieser tektonischen Plattenverschiebung erfuhr, lernte sie weiter, dass die anderen beiden Elkann-Agnelli-Nachfahren, Lapo und Ginevra, ebenfalls erben wuฬˆrden. Nicht aber ihre fuฬˆnf weiteren Kinder. Sondern dass die Familie Agnelli-de-Pahlen von nun an draussen beziehungsweise auf sich gestellt sei (wenn auch das erwaฬˆhnte Milliardenerbe, dass Mutter Margherita annahm, nicht vergessen werden respektive in Klammern nachgereicht werden sollte). Und die Dienste von Serge, Ehemann sowie Graf de Pahlen, uฬˆbrigens, waren auch nicht laฬˆnger gefragt, er war bei Fiat rausgeworfen worden.

ยซTutti insiemeยป: Anwalt Franzo Grande Stevens.

Ein kurzer Sprung nach vorne. Fiat ist heute der vielleicht wichtigste Teil von Stellantis, dem groฬˆssten Autohersteller Europas, in dem viezehn Marken untergebracht sind. Und der Wert aller in der Firma Dicembre zusammengefassten Beteiligungen stieg in den vergangenen zwanzig Jahren um 2700 Prozent, auf rund 33 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Stellantis-Praฬˆsident und Dicembre-Mehrheitsaktionaฬˆr John Elkann hat gut, sehr gut gewirtschaftet. Grossvater Gianni waฬˆre stolz auf ihn โ€“ erstens wegen der erbrachten Leistung und zweitens, weil er die Begabung des Jungen fruฬˆh erkannt hatte, er ernannte ihn bereits als 21-Jaฬˆhrigen zu seinem spaฬˆteren Nachfolger, versuchte sogar, Johns Nachnamen von Elkann in Agnelli zu aฬˆndern (was nicht mal dem ยซAvvocatoยป gelang), und uฬˆbertrug ihm einen Viertel der Familienunternehmung.

Papas Wille geschehe
Falls sich Mutter Margherita am Erfolg ihres Sohns erfreut, zeigt sie es auf eine merkwuฬˆrdige Weise: Sie findet, die Abfindung im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro, die sie 2004 fuฬˆr ihren Dicembre-Anteil bekam, sei zu niedrig, jedenfalls gemessen an der heutigen Bewertung der Unternehmen der Familie. Darum versucht sie, auf dem Rechtsweg Nachbesserung zu erstreiten. Im Nachhinein ist man kluฬˆger, koฬˆnnte man sagen. Wenn es nicht so durchsichtig und offensichtlich waฬˆre. Immerhin soll Margherita seinerzeit ihrem Cousin Lupo Rattazzi anvertraut haben, sie fuฬˆrchte, Fiat werde den Weg von Parmalat gehen โ€“ der italienische Nahrungsmittelkonzern machte 2003 Pleite (Fiat fuhr im selben Jahr das schlechteste Ergebnis der Firmengeschichte ein, einen Milliardenverlust) โ€“ und nahm den gebotenen Deal an.

Gut, sehr gut gewirtschaftet: John Elkann.

Deshalb argumentiert sie anders: mit Gleichberechtigung ihrer acht Kinder. Zur Erinnerung, die fuฬˆnf aus der zweiten Ehe gingen ยซleerยป aus respektive haben, Stand heute, einen Anspruch auf den groฬˆssten Teil des muฬˆtterlichen Vermoฬˆgens von zirka 2,5 Milliarden oder ungefaฬˆhr eine knappe halbe Milliarde pro Kindskopf. Was fuฬˆr die allermeisten Menschen eine unfassbar hohe Summe ist. Nicht aber fuฬˆr die Direktbetroffenen respektive deren Mutter, sie nimmt Mass fuฬˆr die ganze Brut an den zwei Kindern, neben John, aus ihrer ersten Ehe. Lapo und Ginevra halten je 20 Prozent an Dicembre, stehen deshalb im Augenblick mit ungefaฬˆhr 6,6 Milliarden auf der Weltreichstenliste (Johns Vermoฬˆgen wird mit zwanzig Milliarden angegeben), haben also mehr als zehnmal so viel wie ihre juฬˆngeren Halbgeschwister, uฬˆber die in der breiten Oฬˆffentlichkeit wenig bekannt ist.

Lange Zeit die Vermittlerin: Ginevra Elkann.

Margheritas vielleicht schluฬˆssigste Begruฬˆndung geht so: Ihr Vater habe bloss 20 Prozent der Dicembre-Firmenbeteiligung seinem Enkel John abtreten wollen, dagegen 80 Prozent haฬˆlftig zwischen Ehefrau Marella und Tochter Margherita aufgeteilt. Das sei Papas wahrer Wille gewesen und auch sein letzter. Doch den habe sein Gefolge, angefuฬˆhrt von Anwalt Grande Stevens und consigliere Gabet- ti, missachtet. Und dagegen kaฬˆmpfe sie. Also nicht gegen, sondern fuฬˆr den Vater, den sie zudem mehr respektiert und geliebt habe als alle anderen inklusive ihrer Mutter. Stimmtโ€™s? Niemand weiss es, ausser einem, und der kann nicht mehr Stellung nehmen.

Tief- oder Hoฬˆhepunkt des Verrats
Was man hingegen behaupten darf: Der Uฬˆbervater haฬˆtte die Mittel, die seine Tochter seit seinem Ableben ergriffen hat, angeblich um seinem Vermaฬˆchtnis Sorge zu tragen, nicht gutgeheissen. Das war wieder eine Untertreibung. Gianni Agnelli war trotz seines Bekanntheitsgrads und seiner starken Ausstrahlung ein Mann, der Wert darauf legte, sein privates Leben und das der Familie privat zu halten. Jede und jeder, die und der ihn kannte und sich aฬˆusserte, ist uฬˆberzeugt, dass er Margheritas Strafklagen gegen seine Fa- milie und Freunde sowie ranghohe Mitarbeiter als groฬˆsstmoฬˆglichen Fehler und Vertrauensbruch gesehen haฬˆtte. Einzig zu uฬˆberbieten durch die andere Tat, die ausgerechnet seine Tochter beging, schmutzige Waฬˆsche der famiglia oฬˆffentlich zu waschen naฬˆmlich, und zwar im groฬˆssten und sichtbarsten Brunnen weit und breit: Margherita erzaฬˆhlte ihre Sicht auf vertrauliche Dinge im Wall Street Journal und in anderen auslaฬˆndischen Zeitungen einem Millionenpublikum. Was man ihr uฬˆbelnehmen kann, wenn auch im Grunde an- erkannt werden muss, dass sie in Italien kaum Veroฬˆffentlichungsmoฬˆglichkeiten gefunden haฬˆtte, der lange Arm der Agnellis reicht in alle wichtigen Redaktionen.

Es wird immer schwerer, die Dysfunktionalitaฬˆt der Agnellis rational zu begruฬˆnden.

Der Tief- oder Hoฬˆhepunkt des Verrats, je nachdem, welchen Blickwinkel man waฬˆhlt, ist aber denkbarerweise die Anschwaฬˆrzung der Grossmutter plus des Sohns durch die Mutter. Der Vorfall also, mit dem Margherita dafuฬˆr sorgte, dass Finanzpolizisten kuฬˆrzlich Johns Haus und Buฬˆros in Italien nach belastenden Belegen durchsuchten; sie hatte John-Boy, mit dem sie schon lange nicht mehr spricht, angezeigt, weil er in den 2000er Jahren der Grossmutter geholfen habe, die italienischen Steuerbehoฬˆrden zu betruฬˆgen โ€“ es geht um die Frage, ob Marella wirklich in der Schweiz lebte wie behauptet oder vielmehr in Italien und deshalb dort steuerpflichtig war. Wuฬˆsste der ยซAvvoca-
toยป davon, darf man annehmen und ein Klischee bedienen, er wuฬˆrde in seinem Familienmausoleum rotieren wie ein Cinquecento-Motor bei der Fahrt uฬˆber hohe Dolomitengipfel.

Best Dressed-Liste: Lapo Elkann (mit Donatella Versace).

Wenn wir es von Klischees haben: der so- genannte Fluch der Agnellis. Natuฬˆrlich glaubt man nicht daran, tut solches stattdessen ab als Aberglauben oder Erfindung von Boulevardschreibern auf Leserjagd. Dennoch wird es immer schwerer, das Ungluฬˆck oder, neutraler ausgedruฬˆckt, die Dysfunktionalitaฬˆt der Agnellis rational zu begruฬˆnden. Was vielleicht nur damit zusammenhaฬˆngt, dass je laฬˆnger, je weniger Leute, die etwas Gehaltvolles zur Familie sagen koฬˆnnten, schweigen. Schriftliche Stellungnahmen von Parteianwaฬˆlten und Family-Office-Vertretern versuchen wohl, die Ausgangslage ยซobjektivยป darzustellen, dienen damit aber bloss ihren Auftraggebern beziehungsweise deren Interessen.

Ich habe Lapo Elkann, Margheritas zweiten Sohn aus erster Ehe, mehrmals getroffen. Er arbeitete fruฬˆher fuฬˆr Fiat, wurde dann Unternehmer und ist ein dauerhafter Eintrag auf der best dressed-Liste, am bekanntesten aber fuฬˆr seine Abstuฬˆrze inklusive einer Drogenuฬˆberdosis, eingenommen in der Wohnung einer transsexuellen Turiner Prostituierten, nur Tage nachdem er den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen hatte. Seither, scheintโ€™s, hat er sich gefangen, lebt seit neustem recht zuruฬˆckgezogen in Portugal; mit seiner Mutter respektive uฬˆber diese spricht er ebenfalls nicht mehr.

Und Ginevra, die Tochter aus erster Ehe, lebt mit ihrer Familie in Rom, arbeitet als Kuratorin der grosselterlichen Kunstsammlung in Turin sowie als freie Filmemacherin. Sie hat einen sehenswerten Spielfilm uฬˆber eine dysfunktionale Familie gedreht: Der Vater ist uฬˆberfordert mit den Kindern, interessiert sich aber ohnehin mehr fuฬˆr seine Arbeit und die neue Freundin, die Mutter ist eine entruฬˆckte Fromme, bloss noch erreichbar fuฬˆr Gott und ihren neuen orthodoxen Mann (ยซTutti insiemeยป, von 2019). Als ich sie dazu befragte, nahm sie Abstand davon, tatsaฬˆchlich ihre Biografie verfilmt zu haben, bezeichnet den Film stattdessen als mehrheitlich erfunden et cetera. Sie war die laฬˆngste Zeit Vermittlerin zwischen ihrer Mutter sowie ihren Bruฬˆdern und dem Rest der Familie, hat diese Aufgabe aber aufgegeben, da sie unloฬˆsbar sei, heisst es.

Ein fruฬˆherer Biograf der Familie wiederum, den ich um aktuelle Einschaฬˆtzungen bat, enthielt sich der Stimme, er verfolge die Familienfehde nicht laฬˆnger, war seine Entschuldigung. Und ein Grossneffe von Gianni Agnelli, mit dem ich bekannt bin, antwortete auf meine Bitte um Einordnung, er habe es aufgegeben, eine solche vorzunehmen, stattdessen beschlossen, jedem Familienmitglied unvoreingenommen zu begegnen und die Zeit, die man gemeinsam verbringe, nicht mit Fragen, wer recht habe, zu verschwenden. Er hat, so siehtโ€™s aus, einen Weg und Umgang gefunden. Die Direktbetroffenen sind noch nicht so weit.

Bedrohung von innen
Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, sagt man. Besonders wenn es um jahrzehntelange, laฬˆnderuฬˆbergreifende Rechtsstreite unter Milliardaฬˆren geht, ist zu ergaฬˆnzen. Trotzdem sollen drei mehr oder weniger belastbare Aussagen gewagt werden: Die Rechtshaฬˆndel, wenigstens sieben verschiedene Faฬˆlle laufen derzeit, duฬˆrften noch Jahre dauern (und zahlreichen Anwaฬˆlten weiter hohe Honorare verschaffen). Doch eine Entwicklung, die dazu fuฬˆhrt, dass die 2004 von den Parteien angenommene Erbteilung fuฬˆr unguฬˆltig erklaฬˆrt und neu verhandelt wird, wie dies Margherita verlangt, ist schwer vorstellbar.

Drittens schliesslich die Geschichte mit dem Antrieb: Es gehe ihr um Gleichheit innerhalb der Familie, sagt die Klaฬˆgerin. Mag sein, dass das mal die Absicht war. Doch bewirkt hat sie etwas anderes. Dass alle in der Familie zusammenhalten, um einer Bedrohung von aussen zu widerstehen, naฬˆmlich. Und fuฬˆr die Familie ist sie, Margherita Agnelli, diese Bedrohung.

14.04.2024
Publikation: Weltwoche

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