MARK VAN HUISSELING

Juli 2022
Publikation: Weltwoche
Wer erinnert sich an Capucine?
Germaine Lefebvre war erst ein Sternchen in Paris, dann ein Star in Hollywood. Später zog sie in die Schweiz. Aufstieg und Fall, buchstäblich, einer Beauty-Queen.
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Bild: «My name is Germain Lefebvre, but call me Capu­cine», soll sie gesagt haben, «just Kapooseen.»

Es gibt vermutlich keinen guten Ort, um sich das Leben zu nehmen. Doch es gibt schönere und weniger schöne Orte. Der, für den sich die «Dame mit dem grossen Her­zen» (24 Heures) entschied, ist ein sehr schöner Ort sogar. Es geschah am 17. März 1990. An die­sem Samstagvormittag stieg sie über das Ge­länder ihrer Terrasse am Lausanner Chemin de Primerose 6. Und liess sich vom Flachdach des achtstöckigen Mehrfamilienhauses, in dem sie das Attika­-Apartment bewohnte, fallen. Hinten raus, wo es einen Rasen, eine Hecke und Bäume gibt, die ein wenig Sichtschutz bieten, nicht vorne, wo ein Gehweg von der Strasse zum Ein­gang führt. Und nur ein paar Häuserblocks ent­fernt der Genfersee liegt.

«Sie hat die Einsamkeit vorgezogen», stand drei Tage später in der Waadtländer Tages­zeitung über den Freitod von Capucine. Und in Le Matin, dem Boulevardblatt, das seit ein paar Jahren bloss noch online erscheint, kom­mentierte ein Schreiber: «Der Selbstmord hat die Ruhe und das positive Image Lausannes ge­stört.» Um wenige Zeilen weiter unten zu fra­gen, wie man sich in einer so gefälligen, fried­lichen Stadt das Leben nehmen könne.

Raus aus der Kleinstadt, weg nach Paris.

«Jeder hat seine eigene Hypothese», sagt Blaise Hofmann, ein Autor und Winzer aus Morges. Er hat ein Buch geschrieben über die Frau, die als Germaine Lefebvre geboren wurde, «Capucine – unsere vergessene Holly­ wood­Ikone», es erschien 2015 (auf Deutsch 2020). Der letzte Satz der Einleitung ist eine Frage – «Wer erinnert sich an Capucine?» Die Antwort dürfte, verkürzt wiedergegeben, lau­ten: «Niemand.» Und zugleich Teil der Ant­wort sein, weshalb sich jemand in einer so ge­fälligen, friedlichen Stadt das Leben nehmen könne.

In Cocos Heimat
Germaine Hélène Irène Lefebvre kam 1928 im südfranzösischen Saint­-Raphaël zur Welt. Später im Leben frisierte sie das Geburtsdatum um fünf Jahre nach vorne, gab es mit 1933 an. Das ist in Ordnung, nicht in Ordnung ist viel­ mehr, eine schöne Frau deutlich über zwan­zig danach zu fragen. Erst zog die Familie aber nach Saumur, einer kleinen Stadt am Ufer der Loire und im Westen des Landes. Falls man Sau­mur kennt, dann als den Ort, in dem Gabrielle «Coco» Chanel geboren wurde, fast fünfzig Jahre bevor Familie Lefebvre dort ankam.

Germaines Kindheit verlief einigermassen ereignisarm, ohne besondere Vorkommnisse. Meinte man, bis sie 1984 in «Rouge Capu­cine», dem Film des Schweizer Regisseurs Mi­chel Soutter, in dem sie sich selbst spielt, offen Auskunft gab über ihr Leben. Und das Bild des Aufwachsens in Unbeschwertheit berichtigte. Out of the blue, aus heiterem Himmel, erzählt sie, wie sie als junges Mädchen vergewaltigt wurde – «von meinem Grossvater, ich war zwölf».

Sie war achtzehn und hatte heimlich genug Geld gespart für ein Billett nach Paris.

Die nüchterne Schilderung trifft den Zu­schauer umso stärker, weil die Geschichte be­ziehungsweise ihre Darreichung, abgefilmtes Theater nämlich, bis zu dieser Stelle getragen und langfädig daherkommt. Die längste Zeit war nicht mehr von ihr bekannt gewesen, als dass sie ein kluges Kind, eine gute Schülerin, Klassenbeste ein paar Jahre lang, und bereits früh eine Schönheit gewesen war. Sowie schon früh den Entschluss gefasst hatte, Saumur zu verlassen – raus aus der Kleinstadt, weg nach Paris. Wo die Lichter heller schienen und ein schönes Mädchen in seinem warmen Glanz noch schöner wurde.

Cover Girl, 1953.

 

1946, sie war achtzehn und endlich voll­jährig, hatte sie heimlich genug Geld gespart für ein Billett nach Paris, aller simple, einfache Fahrt. Doch Germaine war keine Hasardeurin, sie hatte einen Verehrer aus Saumur voraus­ geschickt als Vorhut sozusagen, damit er in der Grossstadt eine Unterkunft für sie finden und anmieten könne. Und damit sie jemand er­ warten würde am Gare Montparnasse.

Der junge Mann versuchte, seinen Weg als Fotograf zu machen; die junge Frau wollte ans Theater. Sie brachte es in eine Klasse der richti­gen Schauspiellehrer, immerhin, abends servier­ te sie in einem Keller der Rive gauche. Er kleidete sich wie ein Existenzialist, durfte Jean­Paul Sar­tre im Café «Flore» porträtieren, sie las Simone de Beauvoir. Doch bald gab der Junge auf, fuhr retour nach Saumur. Das Mädchen blieb in Paris, sie hatte es zur Präsentatorin im «King Club» gebracht. Und zum Mannequin – «einem Be­ruf ohne Prestige in den späten 1940er Jahren», schreibt Hofmann in seinem Buch über Capuci­ne. Bei diesem handelt es sich um eine teils fik­tionalisierte Biografie, sie enthält Fakten sowie Annahmen, die stimmen können, möglicher­ weise aber auch nicht. Das liest sich leicht, und die Lektüre ist eine lohnende, unter anderem weil der Schreiber nicht zu verbergen versucht, dass er sich während der Recherche ein wenig in seine Hauptdarstellerin, er nennt sie «seine Heldin», verliebt hat.

Auf eine Theaterbühne bringt sie’s nicht. Doch vor Kameras für Film­- und Fotoauf­nahmen. Erstere sind Kürzestauftritte, die es manchmal nicht in die veröffentlichte Fassung schaffen. Doch ihre Laufbahn als Mannequin entwickelt sich erfreulich, sie wirbt für Kleider, besser Couture, für Pelz, für Schmuck. Und sie lernt Männer kennen, was schon damals eine Begleiterscheinung des Jobs war, darunter wich­tige Männer sowie auch die falschen. Einen, den Schauspieler Pierre Trabaud, acht Jahre älter und mit dem claim to fame einer Rolle im Film, der jüngst mit der Goldenen Palme des Festivals von Cannes ausgezeichnet worden ist, heiratet sie (die Ehe dauert sechs Monate).

Ungleich dauerhafter war die Beziehung zu Hubert de Givenchy, einem Modeschöpfer mit damals neugegründetem Maison, das seinen Namen trug. Er wurde ihr Förderer, blieb zeit­ lebens ein Freund, Berater und Begleiter.

Antifeministin von der Rive gauche
Schon damals genügte den erfolgreichsten Mannequins ein Vorname, um in der Mode­welt unverwechselbar zu werden. Es gab eine Victoire, die eigentlich Jeanne hiess und für Dior Reklame machte, aus einer Simone war Bettina geworden (sie lief für Jacques Fath, den man heute ebenfalls nicht mehr kennt), und eine Janine wurde in Praline umgetauft, sie war ein Star. Was auch Germaine bald wurde, und zwar am 3. Februar 1952 gemäss ihrem Bio­grafen – Fakt ist, an dem Tag lief sie zum ersten Mal an einer Modeschau für Givenchy. Journa­listen schrieben, sie habe auf dem Laufsteg an einen «hochmütigen Kranich» erinnert. Was Hubert, vermutlich richtigerweise, als Namen einschätzte, der nicht fliegen würde. Weshalb er ihr einen tauglicheren gab, den einer Blume, der man aphrodisische Zauberkräfte zuschreibt und die diskret duftet: Capucine (deutsch Kapuzinerkresse, was wohl auch nicht funk­tioniert hätte).

Doch was hätte Simone «Das andere Ge­schlecht» de Beauvoir davon gehalten, dass Männer Frauen Namen verpassen, die sie, die Männer, schöner oder gewinnbringender fin­den? De Beauvoir ist Autorin von Sätzen wie: «Sie [die Frau] hat keinen Beruf, keine Fähig­keiten, keine persönlichen Beziehungen, sogar ihr Name gehört ihr nicht mehr; sie ist nur noch eine Hälfte ihres Mannes.» Weshalb Ger­maine, Pardon: Capucine, vorsorglich bereits mitgeteilt hatte, de Beauvoir habe sie in ihren Erwartungen enttäuscht. Sie, Capucine, geniere sich nicht, ihre Vorliebe für starke Männer, Führernaturen, zuzugeben. Sie sei im Grunde Antifeministin.

Mit John Wayne in «North to Alaska» 1960.

Auch eine solche kann eine coole Freundin brauchen, n’est-ce pas? Freund Hubert brachte eines Abends eine aufstrebende Schauspielerin mit zum Essen ins «La Fontaine des Quatre Saisons». Der Couturier hatte zuerst, als ihm mitgeteilt worden war, eine Miss Hepburn sei in der Boutique und verlange nach ihm, Ka­tharine erwartet, von deren Schauspielkunst er angetan war. Folglich war er ein wenig ent­täuscht, stattdessen eine Audrey Hepburn kennenzulernen, «fast ein Kind noch in Balle­rinas, einer rosa Caprihose und dem Strohhut eines Gondolieres», erinnerte er sich (Katha­rine und Audrey waren nicht miteinander ver­wandt). Er ging auf ihre Anfrage, ob er die Kos­tüme ihres nächsten Films entwerfen möchte, dennoch ein. Was dazu führte, dass die Hep­burn, die sich von da an häufig im grosszügigen Appartement de Givenchys in Saint­-Germain­-des­-Près aufhielt, Capucine kennenlernte. Die so entstandene Freundschaft hielt ein Leben lang. Und brachte ferner der Französin wohl einiges, laufbahntechnisch besehen.

Ihr Ziel war schon bald nicht mehr, eine ge­feierte Theaterdarstellerin zu werden, son­dern ein Filmstar. Aber auch das war einfacher geplant als umgesetzt. Mitte der 1950er Jahre war Capucine zwar ein Super­-Mannequin, falls es diese Bezeichnung gegeben hätte, doch auf Kinoleinwänden sah man sie nur für jeweils wenige Sekunden – etwa in «Frou­-Frou» mit Louis de Funès in der Hauptrolle –, und bis ihr Name im Abspann erschien, sassen die meis­ten Zuschauer bereits in einer Bar neben dem Lichtspielhaus. «Go west, young woman» oder so ähnlich ermutigte sie ihr Förderer de Given­chy. Nach Amerika zu gehen, war naheliegend als Idee. Das sah auch Capucine, die aus der ers­ten Reihe mitverfolgte, wie steil sich die Karriere ihre Freundin Audrey – auch keine Amerikane­rin, sondern britisch­-niederländischer Herkunft – als actress nach oben entwickelte.

Die Freundschaft mit Audrey Hepburn hielt ein Leben lang.

1958 schliesslich nahm sie in Le Havre die «United States», das schnellste Passagierschiff der Zeit. Tage später erreichte sie New York, wo niemand auf sie wartete. Zwei Tage danach feierte sie ihren 30. Geburtstag, obwohl «fei­erte» vielleicht nicht das treffende Wort ist – sie hatte «weder ein Zuhause noch Arbeit, noch einen Ehemann, noch ein Kind», fasst ihr Biograf zusammen.

Wenigstens hatte sie einen Freund in der Alten Welt, Hubert, der eine Bekannte aufgeboten hatte, sie ins französische Restaurant «Le Pa­villon» an der Fifth Avenue auszuführen. Wäh­rend des Dinners sei ein grosser Amerikaner an den Tisch der traurigen Frau getreten und habe sich als John vorgestellt. John wie in John Wayne. Und ihr gleich eine tragende Rolle in seinem nächsten Film, «Rio Bravo», angeboten, nach­ dem er sich erkundigt hatte, wie sie heisse. «My name is Germain Lefebvre, but call me Capu­cine», soll sie gesagt haben, «just Kapooseen.»

Der Abend nahm seinen Lauf, und er sollte ein entscheidender werden für Kapooseen – John bat die beiden Frauen an seinen Tisch, an dem auch Charles Feldman sass. Capucine kannte den Filmproduzenten respektive wusste, wer er war, sie hatte einmal im «Fouquet’s» in Paris am Tisch neben seinem gesessen. Eigentlich wollte sie schon damals aufstehen und sich vor­stellen, denn er hatte gerade «The Seven Year Itch» herausgebracht. Doch sie hatte es unter­lassen, immerhin war er ein Superproduzent, hatte gerade mit Marilyn Monroe gedreht. Und einen solchen haut man nicht einfach so an als Dame im Restaurant, ohne Entrée.

Von Kritikern nicht beachtet, ein Erfolg beim Publikum: Woddy Allens Frühwerk «Was gibt’s Neues, Pussy?», 1965.

 

Charles «Call me Charly» Feldman war sachbezogener als John Wayne: Er versprach ihr keine Rolle, oder wenigstens noch keine. Aber er bot ihr an, sie nach Los Angeles zu be­gleiten, wo sie Englisch lernen, sich mit Holly­ wood vertraut machen könne ... Wenn etwas zu gut tönt, um wahr zu sein, ist es meist nicht wahr, sagt man. Doch Feldman, auch einer der Power­Agenten der Zeit, hielt Wort – Capucine stieg kurze Zeit später aus dem Zug, der sie von der Ost­- an die Westküste gebracht hatte, aus. Und zog bald bei Charly ein, in seiner Villa, hoch über der Stadt gelegen, auf einem der Can­yons, die Beverly Hills durchqueren.

Erste grosse Rolle
Der move war kein alltäglicher im nach aussen zumindest sittenstrengen Amerika der späten 1950er Jahre. Unüblich zwar, aber nicht un­möglich – Kapooseen war eine Geschiedene, Charly ein Geschiedener (zuvor verheiratet mit der Schauspielern Jean Howard, diese war kürz­lich ausgezogen). Doch die Optik der «Wohn­gemeinschaft» war nicht das einzige Problem. Und vielleicht nicht mal das grösste: Holly­ woods Studiobosse, die Entscheider darüber, ob aus einer hoffnungsvollen Schauspielerin ein Star wird oder eine Kellnerin mit einem broken dream, diese Bosse waren nicht überzeugt vom neusten Talent, das Charly repräsentierte. Zu seinen Kundinnen gehörte zwar Greta «die Göttliche» Garbo, eine Schwedin, die es nach ganz oben gebracht hatte. Doch der track record von Französinnen in Amerika war bisher nicht überzeugend (das war eine Untertreibung).

Paulette Duval? Lili Damita? Ariane Borg? Mireille Balin? Jacqueline Laurent? Fünf Mal nie gehört? Eben. Die eine wollte sich von Ame­rikanern nicht sagen lassen, welches Kleid sie zu tragen habe als Pariserin, die andere brach­te ihren Akzent nicht weg, die dritte hatte Mühe mit dem vorgeschriebenen Amerikan­-, Moral-­ und Patriotismus et cetera. Weshalb die meisten bloss ein kurzes Gastspiel gaben, be­vor sie die Stadt und/oder die Branche wieder verliessen.

Capucine, oder Cappy, wie er sie nannte, gebe es fast umsonst, sie sei bereit, sozusagen for free zu arbeiten.

Doch Charly verhandelte hartnäckig und hatte mindestens eine überzeugende Entgegnung: Capucine, oder Cappy, wie er sie nannte, gäbe es fast umsonst, sie sei bereit, sozusagen for free zu arbeiten. Was also könnten Columbia Pictures verlieren? Und was die Bosse dagegen haben?

Das wirkte. Rund ein Jahr später, 1960, be­kam sie ihre erste grosse Rolle. Für «Nur we­nige sind auserwählt» (im Original «Song Without End») setzte sie sich etwa gegen die Branchengrösse / das Sexsymbol Ava Gard­ner durch; sie, die Französin, die man bisher höchstens als neue Lady des Hauses Feldman kannte, spielte die Fürstin zu Sayn­-Wittgen­stein und die von Franz Liszt stürmisch Ge­liebte im Film mit dem zweitgrössten Budget des Jahres (nach «Ben­ Hur»). Liszt, nebenbei erwähnt, wurde vom Briten Dirk Bogarde ver­körpert, der Hollywood eigentlich ablehnte, doch dem Angebot nicht widerstehen konnte. Das «aufwändige, schön fotografierte und prunkvoll ausgestattete Künstlermelodrama, das den historischen Stoff nach bewährter Hollywood­-Manier zu gepflegtem Schwulst verarbeitet» (Lexikon des Internationalen Films) war ein Erfolg beim Publikum. Was aus heutiger Sicht überrascht – welches Stu­dio würde einen solchen Stoff im grossen Stil umsetzen und welche neunzehnjährigen Kids aus Ohio, Durchschnittskinobesucher, wür­den sich den Streifen antun? Capucine bekam viel Lob, wenn auch nicht unbedingt für ihr Schauspiel, aber immerhin als «alabasterne Schönheit mit blauen Augen», das «smartest French girl of Hollywood» oder für ihre «Pariser Eleganz».

Schönste Frau ihrer Zeit
Danach reihte sie tragende Rollen auf wie Mi­kimoto­-Perlen an einem Seidenfaden um ihren langen Hals – sie spielte etwa in einem Wes­tern neben John Wayne (den sie anders wahr­ nahm als bei ihrer ersten Begegnung im New Yorker Restaurant, als Grobian nämlich), in einem Drama um eine Französin in einem Bor­dell von New Orleans (mit dabei im Cast die damals 22-­jährige Jane Fonda), oder in Komö­dien («Der rosarote Panther» mit David Niven, Peter Sellers und Claudia Cardinale sowie «Was gibt’s Neues, Pussy?», fussend auf dem Dreh­buch des jungen Heywood «Woody» Allen, der auch mitspielt).

Oh, l’ennui – Capucine auf dem Boulevard de la Madeleine, Paris.

Für einige Auftritte bekam sie wohl­meinende Rückmeldungen, beispielsweise für den als Ehefrau des dussligen Inspektors Clouseau (Sellers) im «Rosaroten Panther». An­dere Filme wurden von Kritikern nicht oder kaum beachtet, darunter «Was gibt’s Neues, Pussy?», ein Erfolg beim Publikum übrigens. Persönlich habe ich mit meinen Nicht­-Profi­-Filmkritiker­-Augen in diesen beiden Werken grosse Schauspielerinnen gesehen – Capucine war aber nicht darunter (im «Panther» war’s die junge Claudia Cardinale, die zudem als Sän­gerin und Tänzerin überzeugte; in «Was gibt’s Neues, Pussy?» war es Romy Schneider). Die Beschreibung von Capucine in den Columbia­ Pictures-­Unterlagen für ihren nächsten Film, «Venedig sehen – und erben ...» (englisch «The Honey Pot», erschienen 1967), «eine Frau so knochig wie ein Kranich und so kalt wie ein Eiswürfel», finde ich aber hart, zu hart. Man muss Capucine als actrice nicht lieben, einver­standen, streng über ihr Äusseres zu urteilen scheint mir aber an den wassergewellten Haa­ren herbeigezogen, sie war eine der schönsten Frauen ihrer Zeit.

Die 1960er Jahre waren ihre Zeit, die Jahre jedenfalls, in denen sie am meisten arbeitete. In denen Sie ein Filmstar war (ihre Beine, Teil ihres Kapitals, waren für eine halbe Million Dollar versichert.) Ihr Jahrzehnt endete mit einer Rolle in «Fellinis Satyricon» von 1969, einem Film des grossen Federico, wenn auch nicht sein bester (Platz 16 auf der Liste von 20, laut dem britischen Guardian). Blaise Hofmann nennt Capucine im Kurzauftritt als alte Frau «eine Fehlbesetzung». Und fasst ihre Filmografie bis hierher so zusammen: «Rus­sische Prinzessin, die ihre Privilegien für die Liebe eines Komponisten aufgibt, Tänzerin des French Cancan, verliebt in einen unsensiblen Macho, Luxus­Prostituierte, eingebildete Nym­phomanin, alte Ehe-­Wahrsagerin ... Keine einzige normale und heitere Frauenrolle. Nur überdrehte, verwirrte Weiber, die ihr Glück in den Armen eines Mannes suchen.»

Der Biograf zeigt weniger Unverständnis gegenüber der Industrie respektive den Bos­sen von Hollywood oder Cinecittà, von denen erwartet er nicht mehr, er hadert dagegen mit seiner Heldin – schwieriger zu verstehen sei, weshalb Capucine, die in Paris ein freies Leben führte, Bücher der Brontë­-Schwestern, von Vir­ginia Woolf und Simone de Beauvoir las, das «smartest girl of Hollywood» gewesen war, ein­gewilligt habe, sich auf das Darstellen hilfloser, oberflächlicher untertäniger Verführerinnen zu beschränken. Und er vergleicht ihre Rollenwahl respektive die Wahl, die andere für sie getroffen haben, mit der von Marilyn Monroe. Was hoch­ gegriffen ist, aber wohl nicht ganz falsch.

Los Angeles–«Losane» einfach
Um es mit Hildegard Knef zu sagen: «Von nun an ging’s bergab.» Das heisst, das Un­glück begann, wie so oft, Jahre früher, als der Schein noch gewahrt war, die Vorderansicht hell strahlte. Ende der sechziger Jahre war Ca­pucine schwanger geworden – Vater des un­geborenen Kindes war Charles Feldman, ihr Gastgeber. Die Nachricht keine gute für ihn, Vater­ beziehungsweise Mutterglück war nicht im Plan, solches verträgt sich schlecht mit dem vorgesehenen Verlauf der Schauspielerinnenkarriere. So sah es jedenfalls Charly der Agent. Und er entschied, was in Capucines Leben passierte. Denn, schreibt Hofmann, sie hatte nicht bloss ihre Seele verkauft, sondern auch ihre Rechte an «der Marke ihrer Kleider, dem Schnitt ihrer Frisur und ihrer Nachkommen­ schaft». Also trieb sie ab. Und löste bald danach die Wohngemeinschaft sowie die Beziehung zu Charles auf. Feldman heiratete rasch eine andere Frau. Und starb sechs Monate später, im Mai 1968, an Krebs. Gerade rechtzeitig hatte er sich, immerhin, noch um eine neue Bleibe für Cappy gesorgt, er hatte ihr eine Attikawohnung gekauft in einem schicken neuen achtstöckigen Haus in Lausanne, Switzerland.

Die 1960er Jahre waren ihre Zeit, die Jahre auf jeden Fall, in denen sie am meisten arbeitete.

Man kann das Mädchen aus Los Angeles ver­treiben, doch nicht Los Angeles aus dem Mäd­chen, heisst es sinngemäss. Was Capucine be­trifft, muss die Redensart angepasst werden. Sie war in ihren amerikanischen Jahren nicht zur Amerikanerin geworden, das wollte die Fran­zösin nicht, bien sûr. Doch nach ihrem Trip Los Angeles–«Losane» einfach ging immer noch genug Anziehungskraft von ihr aus, dass Wil­liam Holden und Yul Brynner Wohnungen im schicken Haus am Chemin de Primerose 6, nahe dem Parc de Milan in Lausanne, kauften, und nacheinander Capucines Nachbarn in den unte­ren Etagen wurden. Brynner, Star aus «Die glor­reichen Sieben» mit russisch­schweizerischer Herkunft, wohnte bereits im waadtländischen Buchillon, zwanzig Kilometer von Lausanne entfernt. Wohingegen Holden, der 1954 mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in «Stalag 17» ausgezeichnet worden war, weit weg lebte. Doch seit einer kurzen Liebschaft mit Capucine Anfang der 1960er Jahre (sowie einer erneuten ein paar Jahre später, während der Arbeiten für einen weiteren gemeinsamen Film) die längste Zeit in sie verschossen blieb. Aller­dings lasteten wenigstens zwei Probleme auf der Beziehung: Holden war verheiratet sowie mehr oder weniger stark alkoholabhängig, und zwar eher mehr, wenn er mit Capucine zusammen war, so dass diese ihm beistehen und ihn pflegen musste, er soll sie «meine Florence Night­ingale» genannt haben.

Man kann nicht schreiben, Capucine habe «Glück mit Männern» gehabt. Aber man kann schreiben, sie habe viele Männer gehabt. Viele mit bekannten Namen, was ihrem Beruf und dem damit verbundenen Umgang geschuldet war, oder wie es Liz Hurley vierzig Jahre spä­ter ausdrückte: «Man lernt nicht viele Zivilis­ten kennen als Schauspielerin.» Dirk Bogarde, den Capucine während der Arbeiten für ihren ersten Hollywoodfilm, «Nur wenige sind aus­ erwählt», 1959 kennengelernt hatte, wäre ein weiterer Eintrag auf ihrer Liebhaberliste, falls sie eine solche geführt hätte. In seiner Autobiografie «Cleared for Take­-Off» hielt er fest, sie sei die einzige Frau, die er hätte heiraten wollen. Es kam nicht so weit, eine Wohnung im Haus mit Nummer 6 am Lausanner Che­min de Primerose kaufte er ebenfalls nicht.

Keine Hoffnung mehr im Herzen
Es gab zu dieser Zeit eine kleine Gemeinde gros­ser Hollywoodnummern am Genfersee oder in der Nähe, darunter Richard Burton (in Célig­ny), Peter Ustinov (Bursins), Noël Coward (Mon­treux), David Niven (Château­d’Oex), Blake Ed­wards (Gstaad) und, natürlich, Audrey Hepburn, Capucines Freundin, in Tolochenaz, fünfzehn Kilometer von Lausanne entfernt. An Gesell­schaft mangelte es Capucine im Grunde nicht. Im Lied aus dem Broadway­-Musical «Carou­sel» heisst es: «Wer Hoffnung im Herzen hat, wird nie alleine gehen.» Der Umkehrschluss: Ohne Hoffnung bleibt man alleine, auch in­ mitten einer crowd, einer Menge von Bekannten. Sie hatte immer weniger Hoffnung im Herzen.

Um die Mittagszeit stieg sie über das Geländer ihrer Terrasse am Lausanner Chemin de Primerose 6.

«Weil ich die Schäden bei anderen gesehen habe, lehne ich es ab, ein Star zu sein», sagte sie, als sie ihre amerikanische Laufbahn beendete. Das mag stimmen. Doch tat sie’s aus freien Stücken? «Da sie keinen Oscar bekommen hat, ist es vielleicht besser, Hollywood zu verlassen, bevor sie von ihm entlassen wird», fasst Hofmann ihre Lage in seiner Biografie zusammen.

1970 erschien kein neuer Film mit Capucine, zum ersten Mal seit zehn Jahren. 1972, 1973 und 1974 ebenfalls nicht. 1971 spielte sie eine Nebenrolle in «Rivalen unter roter Sonne», einem europäischen Western mit Alain Delon. Er hatte in Amerika nie mehr geholt als French lover-Kleinauftritte, weshalb er zurückkehrte nach Europa, wo er als leading man gesetzt war. Capucines Entwicklung war umgekehrt ver­ laufen – mit über vierzig Jahren und immer noch vielen Bildern in Illustrierten, in denen sie unverändert als Star beschrieben wurde, entdeckte sie die Ansprüche und Schwierig­keiten, die damit verbunden waren, einen Ein­druck zu hinterlassen, wenn man bloss zwei Szenen und drei Bewegungen oder Sätze zur Verfügung hatte.

Das Haus der untergehenden Sterne, Chemin de Primerose 6, Lausanne.

Die entscheidende Frage im Leben einer Schauspielerin, in dem sich alles darum dreht, von möglichst vielen Zuschauerinnen und Zu­ schauern bewundert oder wenigstens wahr­ genommen zu werden, lautet: «Are you wor­king, darling?» (Hast du Rollen, Liebling?) Es ist auch der Titel des Romans, den der Schau­spieler Rupert Everett über einen Schauspieler geschrieben hat, der nicht arbeitet, keine Rollen hat. Folglich kein Schauspieler ist. Und also in der Wahrnehmung derer, die zählen – an­dere Schauspieler und, vor allem, er selbst –, ein Nichts ist, ein Niemand. Capucine mag ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre so oder ähn­lich empfunden beziehungsweise sich selbst eingeschätzt haben. Hofmann schreibt: «1977 musste sie sich damit abfinden, dass ihre Kar­riere vorbei war.» Um für ihr Leben aufzu­ kommen, drehte sie Fernsehfilme und ­-serien (solche hatten damals nicht die Beachtung der besten heutigen von für Streamingdienste pro­duzierten Mehrteilern).

1980 gab sie einem Journalisten von Le Matin ein Interview und sagte, sie sei nun «reif für das Theater», nachdem sie sich früher davor gefürchtet habe, den gleichen Text jeden Tag für ein oder zwei Jahre vorzutragen. War es eine Bewerbung? Vielleicht, aber eine erfolg­lose. Ein Jahr wurde sie in der Tribune de Genève so wiedergegeben: «Es ist nett, dass Sie mich besuchen, aber ich habe nicht viel zu erzäh­len. Man sieht mich in einem Nerzmantel und mit Perlen. Doch ich mache nichts Bemerkenswertes mehr.»

Audrey Hepburn soll zu Billy Wilder, dem Autor und Produzenten, gesagt haben: «Ich bin nur eine halbe Frau. Um die andere Seite von mir zu kennen, musst du Capucine kennen.» Capucine wiederum habe der Schauspielerin Susan Hayward anvertraut: «Audrey und ich haben uns mehrmals gegenseitig vom Suizid abgehalten.»

Die Hepburn zählte in den 1950er und 1960er Jahren zu den grössten weiblichen Filmstars. In diese Höhe war Capucine nie aufgestiegen. Vergleichbar waren die beruflichen Lebens­läufe dennoch, auch die grosse Audrey war ab Ende der 1960er Jahre kaum mehr in Filmen zu sehen. Dies war aber wohl Ergebnis ihres eigenen Willens. Obwohl es grundsätzlich schwierig ist für Frauen in der Mitte der Lauf­bahn grosse Rollen zu holen – zu alt für die Ver­führerin, zu jung für die Grossmutter (es gab bisher meist bloss eine Meryl Streep je Genera­tion). Audrey war zudem Mutter zweier Söhne und setzte sich als Wohltäterin für gute Zwecke ein; sie starb 1993, mit 63, an Krebs.

Während der 1980er Jahre lebte Capucine «neben dem Telefon» (Hofmann). Die alternde Diva, die der Welt und dem Filmgeschäft den Rücken zuwendete, ihre Tage im halbdunklen Appartement in Lausanne verbringt, alleine mit frischen Blumen von Fans und sanft im Wind wehenden gezogenen Seidenvorhängen ... Die elegante Vorstellung ist beeinflusst von Marlene Dietrichs Lebensherbst in Paris. Es gibt sogar ein weichgezeichnetes Foto, auf dem die Dietrich genau das tut – mit perfek­tem Haar und Make­up, einen grossen Hörer in der manikürten Hand haltend und wohl ge­rade fernmündlich in Verbindung zu einer aus­ gewählten Berühmtheit stehend (beziehungs­weise liegend). Die Wirklichkeit zeichnete ein weniger schönes Bild.

«Es ist nett, dass Sie mich besuchen, aber ich habe nicht viel zu erzählen.»

Capucine hielt sich in diesen Jahren immer wieder in Anstalten auf, wo sie sich wegen Depressionen behandeln lassen musste. Sie schminkte und frisierte sich nicht mehr, ver­riet sie ihrem alten Freund Hubert de Given­chy; sie schlafe schlecht ausserdem, manchmal könne sie gar nicht schlafen, ausgehen würde sie schon länger nicht mehr, sie sei immer die Älteste am Tisch. Als sie von Pflegern der psychiatrischen Klinik Cery in Prilly zu einer Kur ab­ geholt wurde, soll sie diese angeschrien haben: «Lassen Sie mich sterben.»

Am Morgen des 17. März 1990, einem Sams­tag, zeigte sich die Sonne noch mal kurz, für Nachmittag und Abend waren Wetterver­schlechterung und schliesslich Schauer voraus­ gesagt. Germaine Lefebvre, Capucine für die Welt, Cappy für ihre wenigen Freunde, spür­te den Regen nicht mehr. Um die Mittagszeit stieg sie über das Geländer ihrer Terrasse am Lausanner Chemin de Primerose 6. Im Haus, in dem einst drei Hollywoodstars Appartements hatten (und wo heute «P. et M. Shevardnadze» angeschrieben steht neben der Türglocke des Penthauses im achten Stock).

Abschiedsbrief soll sie keinen hinterlassen haben. Audrey Hepburn hat sie vermutlich auch nicht mehr angerufen. Obwohl die Freun­dinnen einander fest versprochen hatten, sich zu telefonieren, sobald der schwarze Hund der Depression wieder in ihr Leben tritt.

Blaise Hofmann: «Capucine. Unsere vergessene Hollywood­Ikone», Zytglogge, Bern 2020 (Originalausgabe: «Capucine». Editions Zoé, Genf, 2015), 200 Seiten.

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